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Was nach Munch geschah

Oslo ist eine schöne, quirlige Stadt mit sehr spezieller Verkehrsführung, die nicht unbedingt für Navi gesteuerte Touristenwohnmobile geeignet ist. War uns aber schon vorher klar und wir wollten in diesem Jahr auch nur auf Munchs Spuren wandeln. Eine ausgiebige Oslobesichtigung machen wir bei der nächsten Norwegentour 😉

Also verließen wir Oslo nach dem gescheiterten Versuch, das Nationalmuseum mit dem Dicken zu entern und fuhren dem Oslofjord entlang südwärts. Zunächst natürlich nach Åsgårdstrand, wo Herr Munch gewirkt hat und ein Häuschen hatte…! Nur leider ist spätestens ab 01.09. allgemein die Hauptsaison in Norwegen beendet und damit auch die Bereitschaft, für Septemberreisende die kleinen kulturellen Schönheiten länger offen zu halten. Und schon gar nicht jeden Tag…

Also standen wir wiedermal vor verschlossenen Türen …

 

Grundsätzlich haben wir schon vor erreichen von Oslo das weite, wilde, schroffe Norwegen verlassen. Der Süden ist auf seine Art nicht weniger schön, aber doch sehr aufgeräumt und wohlgeordnet. Landschaftlich irgendwie flacher und viel bewohnter!
Mit freiem Übernachten ist hier so gut wie gar nix mehr. Es sei denn man hat Spaß an Stadtparkplätzen…
Also haben wir uns einen CampPlatz gesucht und sind am Oslofjord beim Furustrand Camping fündig geworden. Nett und aufgeräumt 🙂

Nächsten Tag dann weiter nach Kragerø, da wo u.a. Munch auch inspiriert gewirkt hat. Wir waren zugegeben ein wenig weniger inspiriert, weil pünktlich mit unserem Eintreffen auch der Regen sein bestes gab. Also wieder eine Stadtbesichtigung im Regen! Was sonst …

Nettes Städtchen, wie die vielen kleinen Städtchen mit Shoppingmöglichkeit, aber im Regen …

Wir haben trotzdem Geld ausgegeben 🙂

Danach war wieder Zeit einen CampPlatz zu suchen, den wir dann in der Nähe von Risør fanden. Schön an einem Fjord gelegen …

Da hätte es uns auch zum ersten Mal nach langer Wohnmobilhistorie havariert. In dem Irrglauben, dass die kleine steile und kurvige Straße des CampPlatzes zu den Stellplätzen am Wasser fuhren, standen wir urplötzlich in einer Sackkasse ohne Wendemöglichkeit. Und was so ein WoMo gar nicht kann ist, auf nassem, engen und rutschigen Asphalt 3,5 t rückwärts nach oben schieben…! Da dreht nicht unbedingt der Fahrer durch, aber die Vorderräder, die mit dem Antrieb ….
Irgendwie haben wir dann mit purer Angst und qualmender Kupplung den Dicken bis zur nächsten vermeidlichen Wendemöglichkeit hochgequält.
Tja da kam dann auch noch nasse Wiese ins Spiel … und glücklicherweise ein freundliches älteres, norwegisches DauercampingPärchen, das schon nachdem sie uns haben runter fahren sehen wussten, dass sie zum Einsatz kommen würden.
So war es dann auch. Die schweren Sachen hinten aus der Garage geräumt und dann an den Vierradgetriebenen der Norweger angehängt. Und beim zweiten Anlauf standen wir dann auf einen sehr schönen Platz mit toller Aussicht!!!!

Zur Belohnung gab es ein paar Büchsen Berliner Kindl, worauf wir im Gegenzug zwei Büchsen Kristiansand Kindl bekamen. Norweger sind einfach nette Menschen 🙂

2 thoughts on “Was nach Munch geschah

  1. Na, das ist ja dann noch mal gutgegangen!
    Zurück zu Oslo: Gab oder gibt es denn dort keine öffentlichen Verkehrsmittel? Das wäre doch eine Möglickeit gewesen zum Nationalmuseum zu kommen, ganz ohne Parkplatzsuche vor dem Museum…

  2. Hi,
    Öffentliche gibt es sicherlich genug, aber wir wollten gleich weiter und das Nationalmuseum war nur so ein „vielleicht klappts ja“ Ziel. Außerdem sind wir naiverweise davon ausgegangen, dass an so einem bekannten Miseum Parkplätze vorhanden sind ….
    Grüssle

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